Besser nicht, aber nur die Hoffnung allein kann nicht leben

 

Viele Hunde die wir kennenlernen konnten, hatten Defizite in der Sozialisierung. Dies ist auch nachvollziehbar, da viele Hunde, vor allem, die aus dem Ausland kommen, einfach ganz anders gehalten werden, als bei uns in Deutschland.

 

Viele Hunde kennen weder die Wohnung, noch das Haus. Sie lebten teils an der Kette , in einem Zwinger, oder einfach frei im Hof, Straße, Feld, Wald, Wiesen.

Wobei die Straßenhunde selbst wohl die best-sozialisierten Hunde sind :-)  

 

Aber die anderen Hunde, aus Tötungen, Sheltern, von Privatleuten, die sie wie oben aufgeführt gehalten haben, die sind die eigentliche Herausforderung.

 

Teils wurden sie viel zu früh aus dem Wurf genommen und wechselten als süßer Welpe im Alter von 6-8 Wochen schon den Besitzer. Nie konnten sie mit ihren Geschwistern raufen beissen, bellen springen sich gegenseitig herausfordern.

Daher darf man sich nicht wundern, wenn selbst 5..6 jährige Hunde erst spielen lernen müssen. Sie kennen das einfach nicht. Sie haben manchmal sogar nicht das richtige Gefühl, ihre Beisskraft zu regulieren.

 

Teils wurden die Tiere stark vernachlässigt. Das dies alles fatale Folgen haben kann und was du als Hundehalter tun kannst um deinem Hund den Anschluss hier in Deutschland so einfach wie möglich zu machen. Dies wollen wir hier aufzeigen. Vernachlässigt man dies, so kann das gravierende Auswirkungen auf euer zukünftiges Zusammen haben.   

 

So kam es vor Kurzem zu einem Beissvorfall einer unserer vermittelten Hunde. (Im Übrigen nicht der einzigste!!)

 

Die Situation war eigentlich nicht aussergewöhnlich:

 

Der Adoptant ging mit seinem Hund morgens in der Dämmerung joggen, ohne Leine.

Ein anderer kleiner Hund (Terrier) kam ca. 200 m vor seinem vermeintlichen Halter, auch ohne Leine bellend entgegen. und bedrängte unseren Hund des Adoptanten, nennen wir ihn einfach mal "Benni".

 

"Benni" wehrte sich, bellte, knurrte, stellte die Nackenhaare hoch und wurde auch noch plötzlich ohne Vorwarnung von dem Kleinen in die Schnauze gebissen.

 

Das ließ "Benni" sich natürlich nicht gefallen, rannte dem kleinen Drecksack hinterher, stellte, packte und massregelte ihn.

 

Ergebnis, ja er lebt noch, aber musste in die Tierklinik und musste genäht werden.

Der andere Hundehalter sah sich natürlich im Recht und schimpfte über den "aggressiven" Schäferhund und zeigte ihn beim Ordnungsamt an.

 

Auch wenn der kleine Terrier den "Benni" angegriffen hat, so hat nach Aussage des Ordnungsamtes der Schäferhund nicht souverän genug reagiert und es wurde erlassen, "Benni" als gefährlich einzustufen. Also Leinenpflicht max. 2m lang, Steuersatz verzehnfacht, und Auflagen über Auflagen, mit dem Risiko, kommt so etwas noch einmal vor, dass er dann eingeschläfert werden muss!

 

Dagegen ging der Adoptant natürlich vor und "Benni"musste einen Wesenstest ablegen.

 

Hier könnt ihr mal schauen, wie so ein Wesenstest durch einen Sachverständigen abläuft und dann überlegt ihr mal bitte, ob euer Hund das auch bestehen würde.

 

Wenn nein, dann besteht hier dringend Handlungsbedarf !!

 

 

Aber lest gerne mal selbst:

 

Gutachten, Seite 1

Gutachten, Seite 2

Gutachten, Seite 3

Gutachten, Seite 4

Gutachten, Seite 5

Gutachten, Seite 6

Gutachten, Seite 7

Gutachten, Seite 8

 

 

Bei einer Begleithundeprüfung (BH) wird genau all das gelernt, geübt und nachher abgeprüft, was der Prüfer beim Wesenstest auch abprüft.

 

Daher ist das in jedem Fall ein sinnvolles Training und hat auch den weiteren Vorteil!! Hat der Hund erst einmal die BH-Prüfung abgelegt, dann gilt er als sozialverträglich und das wurde durch einen Richter geprüft und attestiert. Damit kommt ihr erst garnicht mehr in solch eine Situation. Selbst nach einem Beissvorfall, gilt euer Hund als verträglich und der andere Hund hat die Schuld, was zumeist ja auch so ist, doch mit einem Joker in der Hand lebt es sich besser!

 

Hier helfen wir euch gerne, da wir ja auch Schäferhunde ausbilden, auch Begleithunde, Fährtenarbeit oder IPO-Sport.

 

 

Euer Team der Schaeferhund Rettung 

 


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